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BUSINESSPLAN – IHR UNTERNEHMENSKONZEPT

Geschäftsidee erste Schritte Businessplan Finanzierung Steuertipps

Spätestens wenn Sie an die konkrete Umsetzung Ihrer Gründungsidee gehen und Kontakt zu Beratern und Banken aufnehmen, benötigen Sie einen Business-Plan. Auf Basis dieses Konzeptes werden alle weiteren Gespräche verlaufen. Mit einem gut strukturierten und aussagekräftigen Papier werden Sie daher z.B. weniger Probleme haben, Geldgeber, aber auch Geschäftspartner und Mitarbeiter zu überzeugen.

Was gehört eigentlich in einen Businessplan?
Neben den Inhalten ist auch die äußere Präsentation Ihres Vorhabens entscheidend. Das Konzept sollte flüssig und interessant zu lesen sein. Fachspezifische Erläuterungen, Referenzen und Statistiken übernehmen Sie ggfs. in den Anhang.
Sie können sich an folgendem Aufbau orientieren:

1. Einführung / Zusammenfassung
- kurze zusammenfassende Beschreibung des Gründungsvorhabens -

Stellen Sie dar, um was für eine Geschäftsidee es sich handelt, wer die gründenden Personen sind und ggf. mit welchen Anteilen Sie beteiligt sind. Benennen Sie den Firmennamen, die geplante Dienstleistung bzw. das Produkt mit dem besonderen / neuartigen Kundennutzen und die Kundenzielgruppe. Auch Angaben über den geplanten Standort, der Wettbewerbsvorteil Ihrer Idee am Markt oder spezielle Fachkenntnisse des Gründers können hier bereits kurz und prägnant aufgeführt werden.

2. Unternehmens-/ Rechtsform
- Personengesellschaft oder Kapitalgesellschaft? Einzelkaufmann, GbR, OHG, KG, GmbH oder AG? -

Die Wahl der Rechtsform beeinflusst neben rechtlichen Aspekten die finanzielle Situation des Unternehmens, z.B. weil ein bestimmtes Stamm- oder Grundkapital bei der Gründung eingebracht werden muss. Sie ist u. a. entscheidend, wenn es um Fragen der finanziellen Haftung geht, aber auch um die Besteuerung des zukünftigen Unternehmens. Erläutern Sie, warum Sie sich für eine bestimmte Rechtsform entschieden haben und - wenn es Mitgesellschafter gibt - wie sich die Anteile auf die verschiedenen Personen verteilen.

3. Geschäftsleitung
- Aussagen zur fachlichen und kaufmännischen Qualifikation der Unternehmensleitung -

Stellen Sie Ihre Branchenerfahrungen, Kenntnisse und Qualitäten dar, ggfs. auch die der Mitgründer und der vorgesehenen Mitarbeiter; Lebensläufe und aussagekräftige Anlagen / Referenzen in den Anhang nehmen.
Die Qualifikationen der gründenden Person(en) ist der Dreh- und Angelpunkt für Ihre Geschäftsplanungen. Alle Personen, deren Unterstützung Sie benötigen, werden auf Ihre Qualifikation achten und sich ebenfalls fragen, ob sie Ihnen zutrauen, die Aufgabe zu bewältigen.

4. Dienstleistungen / Produkte
- ausführliche Darstellung der anzubietenden Produkte -

Beschreiben Sie hier umfassend, aussagekräftig und auch für Außenstehende nachvollziehbar die Dienstleistung bzw. das Produkt, mit dem Sie am Markt auftreten wollen; technische Erläuterungen / Expertisen / Gutachten in den Anhang nehmen.
Stellen Sie auch mögliche Hindernisse wie Nutzungsrechte, Patentanmeldung, etc. dar und Wege zu deren Überwindung.

5. Analyse des Branchen- und Marktumfeldes
- Definition der Kundenzielgruppe, Aussagen zur Wettbewerbssituation -

Nachdem Sie sich im Vorfeld Klarheit über Ihren Kundenkreis, dessen Bedürfnisse und Nachfrageverhalten verschafft haben, müssen Sie das überzeugend im Konzept darstellen. Definieren Sie Ihre Zielkundschaft; nehmen Sie eine Abgrenzung zu Konkurrenzangeboten in gleichen Absatzgebieten vor. Benennen Sie dazu Ihre Mitbewerber und vergleichen Sie deren Stärken und Schwächen mit Ihrem Angebot. Stellen Sie Ihre Positionierung gegenüber der Konkurrenz am Markt heraus und Ihre Strategie, wie Sie den angestrebten Marktanteil erreichen werden.
Zeigen Sie die Ergebnisse Ihrer Recherchen über die Branche und den bestehenden Markt auf, u.a. erkennbare Entwicklungen und Trends. Machen Sie dem Leser den neuartigen / besonderen Kundennutzen Ihres Angebotes klar.
Beschreiben Sie nachvollziehbar, wie die geplanten Umsatzzahlen zustande kommen sollen, also dass Ihre Kalkulationen plausibel und realistisch sind.

6. Marketing & Vertrieb
- Markteintrittsstrategie, Maßnahmen zum Erreichen der Kunden u. der Absatzziele -

Verdeutlichen Sie, wie Ihre Markteintrittsstrategie aussieht, über welche Vertriebswege Sie welche Angebotspakete und zu welchen Preisen anbieten wollen. Erläutern Sie, mit welchen Maßnahmen Sie Ihre Kunden ansprechen (z.B. Werbemittel, wie Zeitungsbeilagen, Broschüren, Direct Mail) und wie Sie Ihren Marktanteil und Umsatz erzielen wollen.
Das Marketing ist gerade nicht auf den Aspekt der Werbung reduziert. Es geht um das In-Absatz-bringen von Waren, also die Ausrichtung der Unternehmensentscheidungen an den Marktgegebenheiten.
Treffen Sie Aussagen zum Zeitplan und den Kosten für die einzelnen Maßnahmen.

7. Jahres- und Finanzplanung
- Darlegung der unternehmerischen Kalkulationen -

Mit der betrieblichen Kalkulation bilden Sie die rechnerische Komponente Ihres Unternehmens ab; sie verschafft Ihnen Transparenz und schützt vor Fehlentscheidungen. Sie sollte auf die kommenden drei Jahre nach der Gründung ausgelegt sein und u.a. folgende Bestandteile enthalten:

  • einen Investitionsplan (Liste der geplanten Investitionen für Räume, Maschinen, Ausstattung etc.),
  • eine Personalplanung,
  • eine jährliche Rentabilitätsvorschau (erste Erfolgsrechnung, Gegenüberstellung des erwarteten Umsatzes und der Kosten und Ermittlung des Gewinns),
  • einen monatlichen Liquiditätsplan (erweiterter Rentabilitätsplan mit Einnahmen und Ausgaben nach einzelnen Monaten).

Achten Sie darauf, dass die geplanten (vermuteten) Ausgaben und Umsatzzahlen plausibel und realistisch sind, s. auch Abschnitt "Kapitalbedarfsplan"...
Den Liquiditätsplan und die Rentabilitätsvorschau können Sie als erste Controlling-Instrumente nutzen und so überprüfen, ob Ihre getroffenen Annahmen realisierbar sind.

8. Finanzierung
- Aussagen zu Eigenmitteln und den Bedarf an Fremdkapital für Ihre Unternehmensgründung -

Nachdem Sie die Höhe der notwendigen Investitionen, Entwicklungskosten und Ihren Betriebsmittelbedarf ermittelt haben, listen Sie die vorhandenen Eigenmittel, Geld- und Sacheinlagen, aber auch mögliche Kreditsicherheiten auf. Darüber hinaus stellen Sie die von Ihnen angestrebte Fremdfinanzierung, auch unter Berücksichtigung von Förderdarlehen, dar.
Nähere Informationen finden Sie in unserer Rubrik "Finanzierungs-1x1"...

Anhang
Lebensläufe, Referenzen, technische Erläuterungen, Patente, Gutachten, Marktforschungsergebnisse, Prototypendarstellungen, Produktinformationen.

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