klar

Unternehmerinnen

Jahrelang Angestellte oder Tochter des Chefs, plötzlich selbst an der Spitze der Firma?

Wissenschaftliche Untersuchungen und Praxiserfahrungen belegen, dass Frauen bei der Unternehmensgründung anders vorgehen als Männer. Sie gründen tendenziell kleinere Unternehmen und gehen weniger hohe Risiken ein. Firmengründungen erfolgen häufig im Bereich der personenorientierten und der unternehmensnahen Dienstleistungen sowie im Handel und im Gastgewerbe.

Unter Berücksichtigung der besonderen Lebenslagen von Frauen und ihrer Motive für die Selbständigkeit möchten das Niedersächsische Wirtschaftsministerium und das Sozial- und Frauenministerium Frauen auf ihrem Weg in die berufliche Selbständigkeit gezielt unterstützen und begleiten.

Hierzu bieten wir spezielle Informationsangebote und eine stärkere Vernetzung von Gründerinnen und Unternehmerinnen an. Neben der Förderung von Beratungsstellen für Existenzgründerinnen, von weiblichen Führungskräften und einer familienorientierten Personalentwicklung und Qualifizierung in kleinen und mittleren Unternehmen aus EU- und Landesmitteln engagiert sich das Frauenministerium für den Aufbau von Netzwerken für Gründerinnen und Unternehmerinnen. Dazu gehören u.a. in Kooperation mit dem Wirtschaftsministerium landesweite Kongresse für zukünftige Gründerinnen, Unternehmerinnen und Freiberuflerinnen aller Branchen. In Niedersachsen stehen zudem regional angesiedelte Koordinierungsstellen "Frauen und Wirtschaft" Unternehmerinnen rund um das Thema berufliche Gleichstellung und Integration in das Erwerbsleben zur Seite und verfügen über ein breites Angebot an Information, Beratung und Weiterbildungsmaßnahmen.

Eine Übersicht der Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft sowie viele weitere nützliche Informationen finden Sie auf den Seiten des Niedersächsischen Sozialministeriums.

Die Förderung der Existenzgründungen von Frauen ist für die Landesregierung ein besonderes Anliegen. Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung fördert unter anderem mit zwei frauenspezifischen Arbeitsmarktprogrammen die Existenzgründung von Frauen. Im Rahmen des projektbezogenen Programms „Förderung der Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt (FIFA)" wurde Anfang 2016 ein Förderaufruf für Projekte zur Beratung, Qualifizierung und Vernetzung von zukünftig selbstständigen Frauen geschaltet. Das strukturell angelegte Programm „Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft" zeichnet sich hingegen besonders dadurch aus, dass einige der mittlerweile 24 Koordinierungsstellen in Niedersachsen eine fachkundige Existenzgründungsberatung anbieten.

Das Niedersächsische Sozialministerium fördert und begleitet außerdem das „Netzwerk Gründerinnen kompetent beraten", ein Zusammenschluss aus niedersächsischen ESF- und EFRE-geförderten Beratungsstellen für Gründerinnen. Ziele des Netzwerkes sind die Implementierung einheitlicher Qualitätsstandards in der Gründungsberatung, Vermittlung professioneller Beratungskompetenz für Projekt-Neueinsteigerinnen, Förderung von Synergien, Transfer für niedersachsenweite Programm- und Projektentwicklung, Regionale Vernetzung sowie insbesondere die Vermittlung von Genderkompetenz in der Gründungsberatung. Das Netzwerk veranstaltet überdies jährlich themenspezifische Veranstaltungen für in der Gründungsberatung tätige Expertinnen und Experten. Ein weiteres Instrument zur Förderung der Existenzgründungen durch Frauen ist der „Niedersächsische Unternehmerinnentag", der jährlich branchenspezifisch für Gründerinnen und Unternehmerinnen mit dem Ziel, Informationen, Netzwerke und Best-Practice-Beispiele erfolgreicher Geschäftsideen zu vermitteln, stattfindet. In den Jahren 2015 und 2016 standen hier selbstständige Frauen im Handwerk sowie das Thema Digitalisierung im Fokus. Im Rahmen dieser Projekte und Netzwerke setzt sich die Niedersächsische Landesregierung auch zukünftig für die Stärkung von Existenzgründerinnen und Unternehmerinnen ein.



Justiz
zum Seitenanfang
zur mobilen Ansicht wechseln