STEUERTIPPS FÜR EXISTENZGRÜNDER | Gründerfreundliches Niedersachsen
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STEUERTIPPS FÜR EXISTENZGRÜNDER

Gründungsphasen
Geschäftsidee erste Schritte Businessplan Finanzierung Steuertipps

Wichtige Hinweise für …

  • die erste Kontaktaufnahme mit Ihrem Finanzamt,
  • zur Ermittlung Ihrer Einkünfte und des zu versteuernden Gewinns,
  • den notwendigen Steuererklärungen sowie den Abgabeterminen,
  • dem Verfahren zum Lohnsteuerabzug sowie
  • Kontaktadressen

… erfahren Sie in der Broschüre des Niedersächsischen Finanzministeriums.

Einiges in Kürze

Das Finanzamt schickt Ihnen einen Fragebogen zu, sobald es davon erfährt, dass Sie einen Betrieb eröffnet oder übernommen haben. Dabei geht es um Angaben zu Ihrer Person und Ihrem Betrieb, z. B.:
• In welcher Rechtsform betreiben Sie Ihren Betrieb?
• Wann haben Sie Ihren Betrieb eröffnet?
• Wie hoch schätzen Sie den zu erwartenden Umsatz, wie hoch den zu erzielenden Gewinn Ihres Betriebes?
Sie finden den Fragebogen auch im Internet auf der Seite der Oberfinanzdirektion Hannover (Rubrik: Aktuelles & Service // Steuervordrucke).

Das Finanzamt prüft, welche Steuererklärungen Sie in Zukunft abgeben müssen und ob Sie Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer, den Solidaritätszuschlag, die Kirchen- oder Gewerbesteuer zahlen müssen. Aus diesem Grund sind Ihre Angaben zum geschätzten Gewinn und zu weiteren Einkünften unbedingt erforderlich.

Das Finanzamt erteilt Ihnen außerdem eine Steuernummer, die Sie bitte unbedingt bei jedem Telefongespräch, in jeder Mitteilung und auch bei jeder Zahlung an das Finanzamt nennen.
Sie sind grundsätzlich als Unternehmerin oder Unternehmer gesetzlich zur elektronischen Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung verpflichtet. Und: wenn Sie Arbeitnehmer(innen) beschäftigen, müssen Sie auch die Lohnsteuer-Anmeldung und die Lohnbescheinigungsdaten elektronisch abgeben.

Ihren Gewinn ermitteln..

...Sie entweder per Einnahmenüberschussrechnung (EÜR - die einfachste Art der Gewinnermittlung, wenn Sie weder nach Handelsrecht noch nach Steuerrecht zur Buchführung verpflichtet sind) oder durch Betriebsvermögensvergleich. Unter Betriebsvermögen versteht man den Unterschiedsbetrag zwischen dem Wert des aktiven Betriebsvermögens und dem Wert der Schulden. Im Allgemeinen entspricht das Betriebsvermögen dem Eigenkapital.

Die "Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung" (GoB) verlangen u.a. von Ihnen, dass die Aufzeichnungen Ihrer Bücher klar und übersichtlich, sowie fortlaufend zeitgerecht und sachlich geordnet sind. Wenn Sie ein Buchführungsprogramm für Ihren PC erwerben, achten Sie bitte darauf, dass dieses System den "Grundsätzen ordnungsgemäßer – DV-gestützter – Buchführungssysteme" (GoBS) entspricht.

Als Arbeitgeber müssen Sie für die Beschäftigten in Ihrem Betrieb entsprechend den Angaben auf der Lohnsteuerkarte (Steuerklasse, Kinderfreibeträge, Konfession, eingetragene Frei- und Hinzurechnungsbeträge) die Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag und eventuell die Lohnkirchensteuer einbehalten und an das Finanzamt abführen. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht die Möglichkeit, den Arbeitslohn pauschal zu versteuern, z.B. bei geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse (sog. Minijobs) oder Aushilfskräften (sog. kurzfristiger Beschäftigung).

Bitte denken Sie zusätzlich auch an Ihre Pflicht zur Abführung die Sozialversicherungsbeiträge! Nähere Informationen zur Sozialversicherung erhalten Sie bei den gesetzlichen Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern.

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